Vergütung

Die Vergütung eines gerichtlich zugelassenen Rentenberaters

Grundlage der Vergütung eines gerichtlich zugelassenen Rentenberaters ist das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG). Jedoch ist die Komplexität dieses Regelwerkes nicht in wenigen Worten auf den Punkt zu bringen, das verdeutlicht auch die umfänglich zu erhaltende Fachliteratur.

Zum Thema Kosten kann daher nur gesagt werden "Wer nicht fragt, bekommt auch keine Antwort".

Im Wesentlichen hängen die Kosten einer Rentenberatung von mehreren Faktoren, dem Sachverhalt, und den damit verbundenen Aufwand ab.

Hier spielen folgende Faktoren eine Rolle:

Wird der Rentenberater außergerichtlich, im Widerspruchsverfahren oder sogar im Klageverfahren der 1. & 2. Instanz tätig. Es ist auf jeden Fall sinnvoll, den Rentenberater zu kontaktieren, um diese Faktoren zu besprechen. Der Rentenberater kann in diesem Informationsgespräch zur Vorbereitung eines Mandats darüber aufklären, mit welchen Kosten im Einzelfall Sie als Ratsuchender zu rechnen haben.

Was ist eine Vergütungsvereinbarung?

In sozialrechtlichen Angelegenheiten sind die gesetzlichen Gebühren bewusst aus politischen Gründen niedrig gehalten wurden. Der Gesetzgeber hat damit den Versicherten die Wahrnehmung seiner Rechte durch definierte Kosten gesichert. Dem gegenüber steht die betriebswirtschaftliche Tätigkeit eines Rentenberaters, die sich in erster Linie auch für ihn tragen muss. Daher kann der Rentenberater ggf. Vergütungsvereinbarungen mit seinem Mandanten abschließen, die in der Regel vom RVG Gebührenrahmen abweichen können. Diese Vereinbarungen sind nach den §§ 3a & 34 des Rechtanwaltsvergütungsgesetz (RVG) zulässig und müssen in der Regel schriftlich abgeschlossen werden.

Können Kosten durch Dritte erstattet werden?

Unter Umständen können die Kosten einer Rechtsberatung oder in einer Prozessvertretung durch einen Rentenberater von Ihrer Rechtsschutzversicherung erstattet werden. Hier ist es erforderlich, dass Sie als Mandant Ihre Versicherungspolice überprüfen bzw. sich mit Ihrer Versicherungsgesellschaft in Kontakt setzen und eine Deckungszusage erfragen. In diesem Gespräch weist Sie bereits Ihre Rechtsschutzversicherung darauf hin, ob im sozialrechtlichen Gebiet das Rentenrecht mit eingeschlossen wurde.

Es besteht des Weiteren die Möglichkeit der Kostenerstattung bei Rechtsmittelverfahren durch den Versicherungsträger selbst, sofern Widerspruch, Klage oder Berufung erfolgreich für Sie abgeschlossen wurden. Hier wird auf § 63 SGB X und § 193 SGG (Sozialgerichtsgesetz) verwiesen. Die Entscheidung zur Kostenerstattungspflicht erfolgt durch den Versicherungsträger bzw. das Gericht.

Ist eine steuerliche Anerkennung dieser Kosten möglich?

Grundsätzlich können im Rahmen der Steuererklärung Kosten einer Rechtsberatung bzw. Beratungshonorare als Werbungskosten steuerlich geltend gemacht werden. Das BundesMinisteriumFinanzen (BMF) hat dies in seinem Schreiben vom 20.11.1997, VI B5-S.2255-356/97 dargelegt.

© 2017 Sozietät Haschke & Schäfer UG (haftungsbeschränkt) - Alle Rechte vorbehalten.